Fr, 17.02.12 - Preisträgerkonzert, 19.30 Uhr
Programm
Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
Fünf Kontretänze KV 609 für 2 Violinen, Baß, Flöte und kleine Trommel
Gioacchino Rossini (1792-1768)
Sonate für Streicher Nr. 6 D-Dur "Tempesta"
Giuseppe Saverio Mercadante (1795-1870)
Konzert für Flöte und Streichorchester e-Moll op. 57
Mike Svoboda (*1960)
“Mozart aka Rossini” *) siehe unten
Südwestdeutsches Kammerorchester Pforzheim
Dirigent: Johannes Klumpp, Sonderpreisträger des Deutschen Dirigentenpreises 2011
Solisten: Mike Svoboda (Posaune), Sebastian Wittiber (Querflöte)
*) Die „Geschichte“ zu Mike Svobodas “Mozart aka Rossini”
(aka = also known as = auch bekannt als)
„An einem kalten Wintertag, genauer am 5. Dezember des Jahres 1791, starb eines der größten Genies der Musikgeschichte: Wolfgang Amadeus Mozart. Erst 35 Jahre alt, war Mozart durch seinen unsteten
und verschwenderischen Lebenswandel wirtschaftlich ruiniert, körperlich und seelisch am Ende seiner Kräfte und hinterließ noch nicht einmal die finanziellen Mittel für ein ordentliches Begräbnis.
Tatsächlich?
Die Frage ist nicht, ob Mozart eines natürlichen Todes starb oder von seinem Konkurrenten Salieri vergiftet wurde, die Frage ist vielmehr: Starb Mozart überhaupt an diesem kalten Wintertag des Jahres
1791? Denn was macht man normalerweise, wenn einem die Gläubiger auf den Fersen sind, man seine Spielschulden nicht mehr bezahlen kann, wenn einem das sprichwörtliche Wasser also bis zum Halse steht?
Man setzt sich ins Ausland ab. Und wohin geht man am besten, wenn es in der Heimat kalt ist, es schneit, der Matsch auf den Straßen in die Schuhe dringt und der Wind schneidend um die Ohren pfeift?
Man wandert natürlich ins warme freundliche Italien aus. Und dort finden wir Mozart tatsächlich einige Wochen nach seinem angeblichen Tode wieder. Während im kalten Wien verzweifelte Verwandte,
Freunde und wütende Gläubiger an einem leeren Sarg trauern, genießt Wolfgang Amadeus fortan das Dolce Vita in den Straßen der italienischen Städte. Hier lernt er eines Tages auch den damals am Anfang
einer einigermaßen vielversprechenden Musikerkarriere stehenden Gioacchino Rossini kennen. Mozart, Vollblutmusiker durch und durch, konnte schon bald nicht mehr umhin, seinem Freund Rossini ein
Angebot zu unterbreiten, das dieser nach kurzer Bedenkzeit annahm: Mozart sollte gegen Gewinnbeteiligung komponieren. Rossini sollte - in der Öffentlichkeit stehend - den Ruhm und die Ehre für diese
Kompositionen ernten. In Wirklichkeit war es also ganz anders: Alias - Mozart ist Rossini!"
Erzählt und musikalisch dargestellt wird diese „wahre Begebenheit" von einem rezitierenden Soloposaunisten, der von einem Streichorchester und kleinem Schlagzeug begleitet wird. Ein Werk voll
unterhaltender Musik, atemberaubend virtuosem Posaunenspiel und einer Menge Esprit. Lassen Sie sich überraschen.